Faserbeton Preis pro m³ 2026: was Beton mit Stahl- oder Kunststofffasern kostet

Faserbewehrter Beton15. Juli 202616 Min. LesezeitPortretfoto van Sjors BeemsterboerVerfasst von Sjors Beemsterboer
Fahrmischer entlädt Transportbeton über die Schüttrinne auf einer Baustelle, ein Bauarbeiter verteilt den Beton

Was kostet Faserbeton pro m³ im Jahr 2026? Richtpreise aus Preislisten deutscher Betonwerke, der Aufpreis je Fasertyp, die Preise für Betonfasern pro kg, Zuschläge für Pumpe und Mindermenge und ein Rechenbeispiel für 100 m² Boden.

Faserbeton mit Stahl- oder Kunststoff-Makrofasern kostet 2026 indikativ 185 bis 290 € pro m³ (netto frei Baustelle), gegenüber rund 165 bis 215 € für Transportbeton C25/30 ohne Fasern. Der Aufpreis hängt vom Fasertyp ab: Stahlfasern kosten im Werk etwa 35 bis 75 € pro m³ extra, Kunststoff-Makrofasern 20 bis 55 € und Mikrofasern gegen Schwindrisse 4 bis 20 €. Hinzu kommen Pumpe und Zuschläge.

Die Beträge sind Richtwerte auf Basis der Preislisten mehrerer deutscher Transportbetonwerke aus den Jahren 2023 bis 2026: Listenpreise netto, vor Projektrabatt und ohne Einbau. In Österreich und der Schweiz weichen Preisniveau und Regelwerk ab, in der Schweiz zusätzlich die Währung; dort lassen sich die Zahlen nicht direkt übertragen. Im Folgenden finden Sie eine Preistabelle je Betonsorte, die Kosten der Fasern pro kg, alle üblichen Zuschläge und ein Rechenbeispiel für einen Boden von 100 m².

Faserbeton Preis pro m³ 2026: die Übersicht

Die Tabelle zeigt Richtpreise für Transportbeton netto frei Baustelle in der Nahzone des Werks, aber ohne Pumpe, Einbau und Zuschläge. Bei Stahlfasern unterscheiden die Werke zwei Varianten: Beton mit Stahlfasern nach kg-Dosierung und Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse; den Unterschied erklären wir weiter unten.

Faserbeton Preise pro m³ 2026 (indikativ, netto frei Baustelle, zzgl. MwSt., Deutschland)
BetonsorteFasern und DosierungPreis pro m³ (netto)Aufpreis ggü. Normalbeton
Normalbeton C25/30 (Außenbauteil, XC4)ohne Fasernca. 165–215 €–
Beton mit PP-Mikrofasern gegen Schwindrisse0,6–1,0 kg/m³ca. 170–235 €ca. 4–20 €
Kunststoff-Makrofaserbeton2–3 kg/m³, je nach Bemessung bis 6 kg/m³ca. 185–270 €ca. 20–55 €
Beton mit Stahlfasern nach kg-Dosierung (statisch nicht anrechenbar)20–35 kg/m³ca. 205–285 €ca. 40–70 €
Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse (DAfStb-Richtlinie)z. B. L1,2/0,9; Dosierung legt das Werk festca. 200–290 €ca. 35–75 €

Faustregel: Der Aufpreis für Fasern liegt je nach Typ zwischen wenigen Euro (Mikrofasern) und rund 75 € pro m³ (Stahlfasern). Dafür ersetzen konstruktive Fasern den Arbeitsgang Bewehrung ganz oder teilweise, und genau dort liegt der größere Kostenhebel. Wie Fasern im Beton wirken und für welche Bauteile sie sich eignen, lesen Sie auf der Themenseite faserbewehrter Beton.

Betonpreis pro m³ ohne Fasern: Transportbeton nach Festigkeitsklasse

Grundlage jeder Faserbeton-Kalkulation ist der Kubikmeterpreis des Normalbetons. Indikative Listenpreise 2026 in Deutschland, netto frei Baustelle:

• C20/25 (Innenbauteile, Fundamente im Wohnungsbau): ca. 160–205 € pro m³

• C25/30 (Außenbauteile, Bodenplatten, XC4/XF1): ca. 165–215 € pro m³

• C30/37 (Industrieböden, höher belastete Bauteile): ca. 175–225 € pro m³

• C35/45 (Ingenieurbau, Verkehrsflächen): ca. 185–235 € pro m³

Die regionalen Unterschiede sind groß: Für C25/30 reichen die Preislisten 2026 von rund 170 € bis über 200 € netto, wobei etwa in Bayern höhere Listenpreise gelten. Eine weichere Konsistenz (F4/F5) oder ein feineres Größtkorn von 8 mm kostet einige Euro pro m³ extra. Projektpreise nach Rabatt liegen häufig unter dem Listenpreis; bei größeren Mengen lohnt sich deshalb immer ein konkretes Angebot.

Fasern für Beton: Preis pro kg und Dosierung

Bei Betonfasern Preise pro kg zu vergleichen, führt leicht in die Irre, denn die Fasertypen werden sehr unterschiedlich dosiert. Entscheidend sind die Faserkosten pro m³ Beton: Dosierung (kg/m³) mal Kilopreis. Drei indikative Beispiele:

• 25 kg Stahlfasern × 2 € pro kg = 50 € pro m³

• 3 kg Kunststoff-Makrofasern × 9 € pro kg = 27 € pro m³

• 0,9 kg PP-Mikrofasern × 10 € pro kg = 9 € pro m³

Betonfasern Preise pro kg und Faserkosten pro m³ (indikativ, Preisniveau 2026)
FasertypTypische DosierungPreis pro kg (indikativ)Faserkosten pro m³ Beton
Stahlfasern mit Endhaken (EN 14889-1)20–35 kg/m³, Hochleistungsfasern je nach Bemessung ab 10 kg/m³ca. 1,50–2,50 € ab Lieferant, im Werk eingemischt ca. 2,00–5,00 €ca. 15–90 € (Material ab Lieferant)
Kunststoff-Makrofasern (EN 14889-2, Klasse II)2–6 kg/m³ca. 7–12 €ca. 15–70 €
PP-Mikrofasern (Schwindrissfasern)0,6–1,0 kg/m³ca. 4–20 €, je nach Gebindegrößeca. 3–20 €

Kleine Gebinde aus Baumarkt und Onlinehandel sind pro kg deutlich teurer als Projektmengen. PP-Fasern im 1-kg-Beutel kosten online rund 20 € inklusive MwSt., im Gebinde von 18 bis 20 kg sinkt der Kilopreis auf etwa 4 bis 7 €. Stahlfasern im 20-kg-Sack liegen im Onlinehandel bei rund 2 bis 4 € pro kg. Für eine Bodenplatte von einigen Kubikmetern lohnt es sich daher, per Karton oder Sack zu bestellen. Bestellen Sie den Faserbeton dagegen komplett beim Betonwerk, zahlen Sie den eingemischten Preis aus dessen Preisliste; die Alternative beschreibt der Abschnitt über das Beistellen von Fasern weiter unten.

Alle Betonfasern im Sortiment finden Sie mit Datenblatt und Dosierungsangabe je Produkt, zum Beispiel:

• TwistR: konstruktive Kunststoff-Makrofaser aus Polypropylen, Dosierung 2,0–6,0 kg/m³

• Promicro: PP-Mikrofaser gegen plastische Schwindrisse, 0,6–1,0 kg/m³, Faserklasse 1a nach EN 14889-2

• MPZG HT+ 35/0.55: High-Tensile-Stahlfaser mit Endhaken, 10–35 kg/m³, EN 14889-1

Basalt-Mikrofasern werden wie PP-Mikrofasern mit 0,6–1,0 kg/m³ dosiert; Preise nennen Anbieter je Produkt und Abnahmemenge. Welche Menge Sie je Anwendung brauchen, zeigt der Leitfaden zur Dosierung von Betonfasern.

Aufpreis im Betonwerk: was Fasern pro m³ extra kosten

Bei faserbewehrtem Beton sitzt die Bewehrung bereits in der Mischung: Das Betonwerk gibt die Fasern während des Mischens zu. Der Zuschlag des Werks umfasst dabei mehr als den reinen Materialpreis der Faser, denn Dosierung, Mischzeit, gegebenenfalls eine weichere Konsistenz und ein Pumpzuschlag fließen mit ein. Bei Kunststoff- und Mikrofasern liegen die Aufpreise aus den Preislisten deshalb meist deutlich über der einfachen Rechnung Kilogramm mal Kilopreis; bei Stahlfasern kalkulieren manche Werke dagegen nahe am Materialpreis, umgerechnet grob 2 € pro kg. Wie sich das je Fasertyp auswirkt, zeigen die folgenden Abschnitte. Welche Faser technisch zu Ihrem Bauteil passt, klärt der Überblick Betonfasern im Vergleich.

Beton mit Stahlfasern: Preis nach kg-Dosierung oder Leistungsklasse

Deutsche Transportbetonwerke bieten Stahlfasern in zwei Varianten an. Beton mit Stahlfasern nach kg-Dosierung wird mit einer festen Fasermenge bestellt, etwa 20, 25, 30 oder 35 kg/m³, und in Preislisten häufig als statisch nicht anrechenbar geführt. Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse wird nach der DAfStb-Richtlinie Stahlfaserbeton bestellt: Eine Angabe wie L1,2/0,9 nennt zwei Werte für die Nachrissbiegezugfestigkeit, einen für kleine und einen für große Verformungen. In Deutschland darf der Tragwerksplaner in der Regel nur diese Variante als Bewehrung ansetzen; die dafür nötige Dosierung legt das Werk fest.

Das Preisbild aus den Listen: Die kg-Variante kostet etwa 40 bis 70 € pro m³ mehr als Normalbeton, jede zusätzliche Stufe von 5 kg/m³ schlägt je nach Werk mit grob 8 bis 25 € pro m³ zu Buche. Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse liegt etwa 35 bis 75 € über Normalbeton; je höher die Leistungsklasse, desto höher der Preis. Damit sich die Fasern gut verarbeiten lassen, wird meist eine Konsistenz F4 oder weicher bestellt, was einen kleinen zusätzlichen Aufpreis bedeuten kann.

Die Stahlfasern selbst kosten ab Lieferant indikativ etwa 1,50 bis 2,50 € pro kg. Bei der gängigen Dosierung von 25–35 kg pro m³ sind das rund 40 bis 90 € Material pro m³; mit modernen High-Tensile-Fasern kann die Dosierung je nach Bemessung auf 10–20 kg/m³ sinken, womit das Material bei etwa 15 bis 50 € pro m³ liegt. Kosteneffiziente Stahlfasern wie die MPZG HT+ 35/0.55 (± 14.500 Fasern pro kg, EN 14889-1) holen dank ihrer Endhaken mehr Leistung aus jedem Kilo, was bei gleichen Anforderungen die Dosierung und damit den Preis pro m³ senkt.

Bodenplatten und typische Einsatzgebiete behandelt der Artikel Stahlfaserbeton Kosten pro m³, Dosierung und Anwendungen ausführlich.

Kunststofffaserbeton: Makro- und Mikrofasern

Kunststofffasern aus Polypropylen werden in viel niedrigeren Dosierungen eingesetzt als Stahlfasern. Wichtig ist die Unterscheidung zweier Typen: Mikrofasern gegen plastische Schwindrisse werden mit nur 0,6 bis 1,0 kg pro m³ dosiert, konstruktive Makrofasern wie TwistR mit 2,0 bis 6,0 kg/m³. Makrofasern sind unabhängig vom Stahlpreis, nicht korrosiv und haben einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck als Stahlbewehrung.

Der Marktpreis für Kunststoff-Makrofasern liegt indikativ bei etwa 7 bis 12 € pro kg; das Material kostet damit rund 15 bis 70 € pro m³. In den Preislisten einzelner Werke kostet Makrofaserbeton mit 2 bis 3 kg/m³ etwa 40 bis 55 € mehr als Normalbeton, mit niedrigerer Dosierung oder günstigerer Faser entsprechend weniger. Für eingemischte PP-Mikrofasern finden sich in Preislisten Beträge um 18 € pro kg, bei 0,9 kg/m³ also etwa 16 € pro m³. Kaufen Sie die Mikrofasern selbst, liegt das Material je nach Gebinde bei etwa 3 bis 20 € pro m³.

Für konstruktive Anwendungen von Makro- oder Stahlfasern gehört immer eine statische Bemessung durch den Tragwerksplaner dazu, denn Fasern ersetzen traditionelle Bewehrung nicht in jeder Situation vollständig. Wann Kunststofffasern die richtige Wahl sind, lesen Sie unter Kunststofffaserbeton; wie Mikrofasern wie Promicro frühe Risse verhindern, unter Schwindrisse im Beton vermeiden.

Fasern selbst beistellen: Dosierkosten im Betonwerk

Eine Reihe von Transportbetonwerken mischt auch Zusätze ein, die der Kunde selbst liefert. In Preislisten stehen dafür Dosier- oder Mischkosten von etwa 5 bis 6 € pro m³, oft mit dem Hinweis „ohne Gewährleistung“ für das Endprodukt. Zum Vergleich: Werkseitig zudosierte Stahlfasern berechnet eine Werkspreisliste 2026 mit rund 25 € je 5 kg/m³ inklusive Material, also etwa 5 € pro kg.

Die Rechnung für Makrofasern: 3 kg/m³ × 7–12 € plus 5–6 € Dosierkosten ergibt etwa 26 bis 42 € pro m³, gegenüber rund 40 bis 55 € in der Preisliste eines Werks. Beachten Sie dabei drei Punkte:

• Stimmen Sie das Beistellen vorab mit dem Werk ab: Nicht jedes Werk bietet es an, und Dosiertechnik sowie Gebindegröße müssen zum Mischablauf passen.

• Legen Sie schriftlich fest, wer für Faserqualität und Dosierung verantwortlich ist, denn bei bauseits gestellten Zusätzen schließen Werke die Gewährleistung häufig aus.

• Bei konstruktiven Anwendungen brauchen Sie eine Leistungsklasse beziehungsweise eine Bemessung; maßgeblich ist die Berechnung des Tragwerksplaners.

Wie Werke Fasern in ihre Produktion aufnehmen, beschreibt der Artikel Fasern im Betonwerk: Bestellung und Produktionsintegration. Möchten Sie Fasern selbst beistellen, fordern Sie ein Angebot für die passenden Fasern samt Dosierempfehlung an.

Faserbeton Kosten: was kommt zum m³-Preis hinzu?

Was Faserbeton am Ende kostet, hängt stark von den Positionen rund um den Kubikmeterpreis ab. Rechnen Sie zusätzlich mit (indikativ, netto, Preisniveau 2026):

• Autobetonpumpe: Einsatzpauschale bis etwa 10 m³ ca. 390–1.250 €, je nach Mastlänge (24 bis 52 m); bei größeren Mengen Pauschale plus ca. 14–36 € pro m³

• Pumpzuschlag für Stahlfaserbeton: ca. 0,50–3,20 € pro m³

• Mindermenge beziehungsweise Frachtausgleich: unter 3 bis 8 m³ je Fahrmischer ca. 18–27 € je fehlendem m³

• Warte- und Entladezeit: ca. 25–30 € je angefangene 10 bis 15 Minuten über die im Preis enthaltene Entladezeit hinaus

• Saison-, Samstags- und Spätzuschläge: ca. 5–15 € pro m³

• Zulagen für Maut, Energie oder CO₂: einige Euro pro m³, je Werk unterschiedlich

• Arbeit: Einbauen, Verdichten, Abziehen, gegebenenfalls Flügelglätten; was das pro m² kostet, zeigt der Artikel über den flügelgeglätteten Betonboden

• Schalung, Folie und Dämmung: nicht im Betonpreis enthalten

Pumpkosten fallen übrigens genauso bei traditionell bewehrtem Beton an. Wie ein Betoniervorgang in der Praxis abläuft, vom Bestellen bis zur Nachbehandlung, lesen Sie im kompletten Leitfaden zum Gießen von faserbewehrtem Beton.

Was den Kubikmeterpreis bestimmt: die Faktoren im Überblick

Der Betonpreis pro m³ ist keine feste Zahl, sondern die Summe einiger Stellschrauben, an denen das Betonwerk dreht:

• Festigkeitsklasse: Mehr Zement bedeutet einen höheren Kubikmeterpreis. Zwischen C20/25 und C30/37 liegen in den Preislisten 2026 etwa 10 bis 20 € pro m³.

• Expositionsklasse und Konsistenz: Beton für Außenbauteile (etwa XC4, XF4) oder eine weichere Konsistenz F4/F5, wie sie Faserbeton oft braucht, kostet extra.

• Fasertyp und Dosierung beziehungsweise Leistungsklasse: Stahl, Kunststoff und Basalt haben jeweils einen eigenen Preisaufbau pro kg und pro m³; höher dosierte Mischungen für schwerere Belastung kosten mehr.

• Abnahmemenge je Fahrzeug: Unter 3 bis 8 m³ je Fahrmischer berechnen viele Werke einen Mindermengenzuschlag, bei großen Projektmengen sind dagegen Rabatte möglich.

• Region und Transportentfernung: Das Preisniveau unterscheidet sich je Region, und lange Anfahrten oder Wartezeiten auf der Baustelle werden zusätzlich berechnet.

• Rohstoff- und Energiepreise: Zement-, Energie- und Stahlpreise schwanken; der Stahlpreis wirkt sich direkt auf den Aufpreis für Stahlfasern aus.

• Zusätzliche Anforderungen: Bei konstruktiven Anwendungen mit Makro- oder Stahlfasern kommt eine statische Bemessung durch den Tragwerksplaner hinzu.

Wer nur den nackten Kubikmeterpreis vergleicht, übersieht die Hälfte der Geschichte: Gerade die Zuschläge und die Arbeit drumherum bestimmen, was ein Betonboden am Ende kostet.

Rechenbeispiel: 100 m² Boden mit Fasern oder Bewehrungsmatten

Nehmen Sie einen Gewerbeboden von 100 m², 15 cm dick: Das sind 15 m³ Beton. In C25/30 kostet der Basisbeton indikativ 15 × ca. 180 € = rund 2.700 €. Die Bewehrung kommt hinzu (alle Beträge indikativ, netto, Preisniveau 2026):

• Variante Bewehrungsmatten: Matten 4–7 € pro m² plus 5–10 % Übergreifung, Abstandhalter 0,50–1 € pro m² und Verlegearbeit 3–5 € pro m². Zusammen sind das etwa 770 bis 1.370 € und ein halber bis ganzer Arbeitstag, bevor betoniert werden kann. Mattentypen und Gewichte finden Sie unter Baustahlmatten: Preise und Gewicht.

• Variante Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse vom Betonwerk (Dosierung laut Bemessung): Aufpreis ca. 35–75 € × 15 m³ = etwa 525 bis 1.125 €. Der Bewehrungsarbeitsgang entfällt, sofern der Tragwerksplaner die Fasern als Bewehrung ansetzt; dann kann direkt betoniert werden.

• Variante Kunststoff-Makrofaserbeton vom Betonwerk: Aufpreis 20–55 € × 15 m³ = etwa 300 bis 825 €. Auch hier entfällt die Mattenverlegung, sofern die Bemessung des Tragwerksplaners dies zulässt.

• Variante Fasern selbst beigestellt, etwa 3 kg/m³ Makrofasern: 45 kg × 7–12 € = etwa 315 bis 540 €, plus Dosierkosten von 15 × 5–6 € = 75 bis 90 €. Insgesamt gehen nur 45 kg Fasern in den Beton statt mehrerer hundert Kilo Stahl.

Die Pumpe kostet in allen Varianten gleich viel. Die 15 m³ passen auf zwei Fahrmischer; ob dabei ein kleiner Mindermengenzuschlag anfällt, hängt von der Grenze des jeweiligen Werks ab.

Rein beim Material können Bewehrungsmatten bei sehr großen Stahlmengen günstiger ausfallen, und bei schweren konstruktiven Bauteilen bleibt (ergänzende) traditionelle Bewehrung mitunter nötig. Die Praxiserfahrung zeigt aber, dass sich die Faserbeton-Kosten und die Kosten der Mattenbewehrung inklusive Arbeit oft wenig nehmen, während Faserbewehrung bei Geschwindigkeit und Flexibilität gewinnt. Bei einem aktuellen Projekt mit Fundamenten für Baum- und Blumenkübel wurden netto 1.500 kg Bewehrungsstahl eingespart, und der Entwurf war innerhalb von zwei Tagen auf Faserbewehrung umgerechnet, inklusive Freigabe der Gemeinde. Der vollständige Vergleich steht in Faserbeton versus Bewehrungsmatten. Möchten Sie wissen, was das für Ihr eigenes Projekt bedeutet? Mit unserem Einsparrechner rechnen Sie die Gesamtkosten für Ihren Boden durch.

Wo steckt die eigentliche Ersparnis?

Der direkte Materialmehrpreis der Fasern erzählt nur einen Teil der Geschichte. Die größte Ersparnis liegt in der Regel nicht im Material, sondern in:

• Arbeitsstunden: kein separater Arbeitsgang für das Anliefern, Schneiden, Positionieren und Verankern von Bewehrungsmatten.

• Bauzeit: eine kürzere Vorbereitungszeit in der Schalung, also früher gießen und früher übergeben.

• Weniger Fehlerkosten: Falsch positionierte Bewehrung ist ein bekannter Fehlerkostenposten; bei Faserbeton existiert diese Fehlerquelle nicht.

Dieser Gewinn ist am größten bei großen, relativ ebenen Flächen. Nicht zufällig ist Faserverstärkung deshalb bei Gewerbeböden zum Standard geworden, wo Staplerverkehr und große Betonierflächen zusammenkommen.

Faserbeton anfragen: so erhalten Sie einen vergleichbaren Preis

Ein exaktes Preisangebot für Faserbeton ist immer Maßarbeit. Mit dieser Checkliste erhalten Sie Angebote, die sich wirklich vergleichen lassen:

• Nennen Sie Festigkeits- und Expositionsklasse, etwa C25/30 XC4.

• Geben Sie bei Stahlfaserbeton die Leistungsklasse nach DAfStb-Richtlinie oder die Dosierung in kg/m³ an, und klären Sie, ob die Fasern statisch angerechnet werden sollen.

• Legen Sie Fasertyp und Konsistenz fest und lassen Sie die Dosierung auf Basis der tatsächlichen Belastung bestimmen.

• Nennen Sie die Menge je Fahrzeug und den Liefertermin, damit Mindermengen-, Saison- oder Samstagszuschläge sichtbar werden.

• Fragen Sie die Pumpe mit Mastlänge und Fördermenge an.

• Lassen Sie alle Zuschläge schriftlich einpreisen.

• Prüfen Sie die Option, Fasern selbst beizustellen, inklusive Dosierkosten.

• Vergleichen Sie die Gesamtkosten inklusive Arbeit, nicht nur den nackten m³-Preis.

Als Faustregel gilt: Rechnen Sie mit einem Aufpreis von wenigen bis einigen Dutzend Euro pro m³ für die Fasern, der oft ganz oder teilweise durch niedrigere Arbeitskosten und eine schnellere Ausführung wieder hereingeholt wird.

Arbeiten Sie auch an Straßen oder Befestigungen? Dann sehen Sie sich an, was faserbewehrter Asphalt pro m² kostet. Für einen maßgeschneiderten Projektpreis, inklusive Faserberatung und Dosierung, fordern Sie ein Angebot an.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet Faserbeton pro m³?
Faserbeton mit Stahl- oder Kunststoff-Makrofasern kostet indikativ 185 bis 290 € pro m³ netto frei Baustelle (Deutschland, Preisniveau 2026). Das ist Normalbeton C25/30 für ca. 165–215 € plus der Faseraufpreis: Stahlfasern ca. 35–75 €, Kunststoff-Makrofasern ca. 20–55 €, Mikrofasern ca. 4–20 € pro m³. Pumpe und Zuschläge kommen hinzu. Details zu Stahlfasern finden Sie unter Stahlfaserbeton Kosten pro m³.
Was kosten Fasern für Beton pro kg?
Indikativ, Preisniveau 2026: Stahlfasern ca. 1,50–2,50 € pro kg ab Lieferant (im Werk eingemischt ca. 2,00–5,00 €), Kunststoff-Makrofasern ca. 7–12 € und PP-Mikrofasern ca. 4–20 €, je nach Gebindegröße. Vergleichen Sie Fasern aber pro m³ (Dosierung mal Kilopreis), nicht pro kg: Mikrofasern sind pro kg teuer, werden aber nur mit 0,6–1,0 kg/m³ dosiert. Datenblätter und Dosierungen finden Sie bei unseren Betonfasern im Sortiment.
Wie viel teurer ist Beton mit Stahlfasern als normaler Beton?
In den Preislisten deutscher Transportbetonwerke kostet Beton mit Stahlfasern etwa 35 bis 75 € pro m³ mehr als Normalbeton, abhängig von der kg-Dosierung (meist 20–35 kg/m³) oder der Leistungsklasse. In Deutschland wird in der Regel nur Stahlfaserbeton nach Leistungsklasse gemäß DAfStb-Richtlinie statisch angesetzt; Beton mit Stahlfasern nach kg-Dosierung wird meist als statisch nicht anrechenbar geführt. Dafür entfällt die Arbeit für das Verlegen von Matten.
Was kostet ein Kubikmeter Beton gießen inklusive Pumpe?
Der Beton kostet indikativ ca. 165–215 € pro m³ (C25/30, netto). Dazu kommt die Autobetonpumpe: eine Einsatzpauschale von ca. 390–1.250 € bis etwa 10 m³, je nach Mastlänge, bei größeren Mengen eine Pauschale plus ca. 14–36 € pro m³. Für Stahlfaserbeton berechnen manche Werke einen Pumpzuschlag von 0,50–3,20 € pro m³, und unter 3 bis 8 m³ je Fahrmischer fällt oft ein Mindermengenzuschlag an. Pumpkosten entstehen genauso bei traditionell bewehrtem Beton.
Ist Faserbeton teurer als Beton mit Bewehrungsmatten?
Pro m³ Beton ist Faserbeton teurer, bei den Gesamtkosten nehmen sich beide Methoden aber oft wenig: Bei Faserbeton entfällt der komplette Arbeitsgang für das Anliefern, Schneiden, Positionieren und Verankern von Matten. Vor allem bei großen, ebenen Flächen wie Gewerbeböden fällt Faserverstärkung dadurch vergleichbar oder günstiger aus, und die Ausführung ist schneller. Mit dem Einsparrechner rechnen Sie das für Ihr eigenes Projekt durch.
Wie berechne ich Menge und Kosten der Fasern?
Betonvolumen (m³) mal Dosierung (kg/m³) ergibt die benötigte Fasermenge, mal Kilopreis die Faserkosten. Beispiel: 15 m³ × 25 kg/m³ = 375 kg Stahlfasern, bei ca. 2 € pro kg rund 750 € (indikativ). Bei konstruktiven Anwendungen legt der Tragwerksplaner die Dosierung fest. Ihr eigenes Projekt rechnen Sie mit dem Rechner durch; Richtwerte je Anwendung finden Sie unter Dosierung von Betonfasern.
Warum unterscheiden sich Betonpreise pro m³ je Anbieter so stark?
Weil der Kubikmeterpreis eine Summe aus Festigkeitsklasse, Expositionsklasse, Konsistenz, Transportentfernung und Abnahmemenge ist. Dazu kommt die Region: Die Listenpreise 2026 für C25/30 reichen von rund 170 € bis über 200 € netto. Zwei Angebote für „Beton C25/30“ können sich so um Dutzende Euro pro m³ unterscheiden, etwa durch einen Mindermengenzuschlag, eine längere Anfahrt oder Zulagen für Maut und Energie. Vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis inklusive Zuschlägen, Betonieren und Bewehrung, nicht nur den nackten Betonpreis.
Kann ich Fasern selbst kaufen und vom Betonwerk zumischen lassen?
Bei einer Reihe von Werken ja, nach vorheriger Absprache. Preislisten nennen dafür Dosier- oder Mischkosten von ca. 5–6 € pro m³, oft ohne Gewährleistung für das Endprodukt. Legen Sie fest, wer für Dosierung und Faserqualität verantwortlich ist; bei konstruktiven Anwendungen gilt die Berechnung des Tragwerksplaners. Mehr dazu unter Fasern im Betonwerk.

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